COHR-Rally: NVIDIA-Investition und Neubewertung von KI-Optischen Interconnects

Märkte
Aktualisiert: 04.06.2026 07:34

Eine der bedeutendsten Entwicklungen, die die globalen Kapitalmärkte im Jahr 2026 prägen, vollzieht sich derzeit still und leise tief in der Lieferkette der optischen Kommunikation. Während KI-Trainingscluster von Zehntausenden auf Hunderttausende und sogar Millionen von GPUs skalieren, verschiebt sich der zentrale Engpass für die Rechenleistung – weg von GPU-Knappheiten hin zur Effizienz der Datenübertragung zwischen den Chips. Vor diesem Hintergrund rückt der US-amerikanische Optik-Komponentenriese Coherent (NYSE: COHR) aufgrund seiner einzigartigen technologischen Positionierung zunehmend in den Fokus des Sekundärmarktes. Gleichzeitig unterstützt NVIDIA die Kommerzialisierung photonischer Interconnects mit umfangreichen strategischen Investitionen und signalisiert damit großes Vertrauen in diese Richtung.

Für Investoren, die auf KI-Infrastruktur und die globale Lieferkette für Rechenleistung setzen, ist das Verständnis der industriellen Logik hinter dieser Welle von Upgrades bei optischen Interconnects – und wie US-Aktien effizient innerhalb eines Krypto-Konto-Rahmens allokiert werden können – zu einem Thema von nachhaltigem Wert geworden.

Warum die Datenübertragung die Rechenleistung als zentralen Engpass für KI-Cluster ablöst

Mit der exponentiellen Zunahme der Parameteranzahl von KI-Modellen vollzieht sich ein grundlegender Wandel beim Engpass moderner KI-Cluster. Sanchit Vir Gogia, Chefanalyst von Greyhound Research, erläutert: „Jeder Beschleuniger in einem KI-Cluster ist auf Dutzende Hochgeschwindigkeitsverbindungen angewiesen, um mit seinen Nachbarn zu kommunizieren. Multipliziert man dies auf das gesamte Rack, entstehen Tausende von kontinuierlich betriebenen Verbindungen. Jede Verbindung verbraucht Energie, verursacht Latenz- und Signalqualitätsprobleme und birgt ein Ausfallrisiko." Mit dem Wachstum der Cluster von Tausenden auf Zehntausende GPUs und mehr beansprucht die Chip-zu-Chip-Konnektivität einen immer größeren Anteil am gesamten Systemenergiebedarf und wird so zum Hauptfaktor für die Gesamtleistung.

In der Branche herrscht Konsens über das Prinzip „elektrisches Rechnen, optische Übertragung" – also der Einsatz von Optik für die Datenübertragung zwischen Recheneinheiten. Co-Packaged Optics (CPO) hat sich dabei als führende Lösung etabliert: Hier werden Hochgeschwindigkeits-Optikmodule und Switch- oder KI-Rechenchips mittels fortschrittlicher Packaging-Technologien auf demselben Substrat integriert. Die Übertragung elektrischer Hochgeschwindigkeitssignale wird auf Millimeter-Distanzen begrenzt, während für mittlere und lange Distanzen Glasfaser genutzt wird. Im Vergleich zu herkömmlichen steckbaren optischen Modulen kann CPO den Energieverbrauch um über 40 % senken, die Bandbreite verdreifachen und die Latenz um 50 % reduzieren.

Laut LightCounting werden die weltweiten Auslieferungen von Hochgeschwindigkeits-Optikmodulen (400G und mehr) im Jahr 2025 die Marke von 60 Millionen Stück überschreiten und 2026 voraussichtlich auf nahezu 100 Millionen steigen. Diese Zahlen belegen, dass die Nachfrage von theoretischen Prognosen zu großvolumigen Bestellungen übergeht.

NVIDIAs Milliardenwette: Systematische „Optik-Aufrüstung" als Strategie

Im Frühjahr 2026 sorgte NVIDIAs Investitionstempo im Bereich optischer Interconnects für großes Marktinteresse. Am 2. März gab NVIDIA gleichzeitig Investitionen von 2 Milliarden US-Dollar in die US-Optiktechnologieunternehmen Lumentum und Coherent bekannt, insgesamt also 4 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung mit Coherent umfasst milliardenschwere Abnahmeverpflichtungen und den zukünftigen Zugang zu fortschrittlichen Produktionskapazitäten für Laserkomponenten.

Nur drei Wochen später investierte NVIDIA weitere 2 Milliarden US-Dollar in Marvell Technology, um gemeinsam Siliziumphotonik- und kundenspezifische XPU-Lösungen zu entwickeln. Anfang Mai folgte eine Investition von 500 Millionen US-Dollar in den Glasfaser-Giganten Corning, um sich bevorzugten Zugang zu dessen fortschrittlichen optischen Konnektivitätskapazitäten zu sichern. Zudem beteiligte sich NVIDIA an der Series-E-Finanzierungsrunde von Ayar Labs in Höhe von 500 Millionen US-Dollar.

Innerhalb von drei Monaten, fünf Unternehmen und mindestens 6,5 Milliarden US-Dollar an Investitionen – NVIDIA hat ein hochsystematisches Lieferantennetzwerk aufgebaut: Coherent und Lumentum decken die Ebene der optischen Geräte ab, Marvell die Architektur optischer Interconnects, Ayar Labs die Ebene der optischen I/O-Chips – und bilden so eine vollständige Kette von photonischen Bauteilen bis hin zu Systemverbindungen.

Bemerkenswert ist NVIDIAs Investitionslogik: Statt Übernahmen setzt man auf strategische Beteiligungen. So werden künftige Produktionskapazitäten für Schlüsselkomponenten gesichert, ohne die Unabhängigkeit der Zulieferer zu beeinträchtigen – und gleichzeitig geopolitische Risiken berücksichtigt: Durch die Unterstützung des US-amerikanischen Produktionsausbaus werden „geopolitische Risiken reduziert und nationale Industrieprioritäten unterstützt".

Coherent: Vom Lieferkettenglied zum „Ventil" der KI-Rechenleistung

Coherent steht nicht erst seit Kurzem im Rampenlicht der Kapitalmärkte. Schon vor NVIDIAs Einstieg konnte das Unternehmen dank starker Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Optikmodulen für KI-Rechenzentren besser als erwartete Ergebnisse vorlegen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis zum 30. September 2025) erzielte Coherent einen Umsatz von 1,58 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr –, eine Non-GAAP-Bruttomarge von 38,7 % und eine operative Marge von 19,5 %. Der Umsatz im Bereich Rechenzentren und Kommunikation stieg um 26 % gegenüber dem Vorjahr, Haupttreiber war die beschleunigte Einführung von 800G- und 1,6T-Transceivern. Bemerkenswert: Die Auftragseingänge erreichten „Rekordniveau", und einige Kundenprognosen reichen mittlerweile bis 2028.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,91 und 2,05 Milliarden US-Dollar, bei einer Non-GAAP-Bruttomarge von 39 % bis 41 %. Die angehobene Prognose unterstreicht die positive Markteinschätzung für optische Interconnects.

Coherent hält derzeit etwa 20 %–30 % Marktanteil im Transceiver-Segment. Bank of America Securities sieht das Unternehmen als Hauptprofiteur des Absatzwachstums bei 800G- und 1,6T-Transceivern und hat das Kursziel auf 400 US-Dollar angehoben. Seit Jahresbeginn 2026 hat die Coherent-Aktie um 96,62 % zugelegt, die Marktkapitalisierung liegt bei rund 70,7 Milliarden US-Dollar. Mit Blick auf die kommenden Jahre prognostiziert Bank of America einen adressierbaren Gesamtmarkt für KI-Rechenzentren von 1,7 Billionen US-Dollar bis 2030; Bernstein schätzt, dass der globale Markt für KI-Konnektivität von 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 73 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 wachsen wird – mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 39 %, dem höchsten Wert innerhalb der gesamten KI-Lieferkette.

Beschleunigter Strukturwandel: Coherents CPO-Engines gehen in die Massenproduktion

Auf technischer Ebene verfolgt Coherent einen klaren Fahrplan für die Massenproduktion von CPO und Hochgeschwindigkeits-Transceivern. Das Unternehmen hat die erste Charge von Transceivern aus seiner 6-Zoll-Indiumphosphid-Waferfabrik ausgeliefert, wobei die Anfangsausbeuten bereits über denen der etablierten 3-Zoll-Linie liegen. Die eigene optische Switch-Plattform wurde an sieben Kunden ausgeliefert, der Umsatz soll 2026 deutlich anziehen.

Weltweit finden parallele Upgrades in der vorgelagerten Lieferkette statt. Am 2. Juni 2026 gab NVIDIA bekannt, dass sein Spectrum-X-Ethernet-Siliziumphotonik-Switch in die Serienproduktion geht – mit einer fünffachen Steigerung der Energieeffizienz, einer fünffachen Erhöhung der KI-Betriebszeit und über 30 % mehr Effizienz bei der Implementierung. Credo schloss die Übernahme des israelischen Siliziumphotonik-Start-ups DustPhotonics ab; der Umsatz im Optikbereich soll im Geschäftsjahr 2027 die 500-Millionen-Dollar-Marke überschreiten. TSMC gelang ein Durchbruch im 3nm-Prozess, wodurch der optische Signalverlust auf unter 0,1 dB gesenkt werden konnte – ein wichtiger Schritt für die breite Kommerzialisierung von CPO.

Diese bereichsübergreifenden Signale aus der Lieferkette führen zu einer klaren Schlussfolgerung: CPO ist kein fernes Laborkonzept mehr, sondern befindet sich im Übergang von der technischen Validierung zur großflächigen Umsetzung.

Gate-Aktienhandel: COHR und andere KI-Werte mit USDT auf einer Kryptoplattform handeln

Für Investoren, die diesen Branchentrend verfolgen, wird die Allokation in COHR und verwandte Werte zunehmend komfortabler. Am 1. Juni 2026 startete Gate offiziell den Handel mit echten Aktien und ermöglicht es Nutzern, US-notierte Aktien und ETFs direkt auf der Plattform mit USDT zu handeln. Stand 3. Juni 2026 unterstützt Gate über 10.000 Aktien- und ETF-Werte, darunter die NYSE, Nasdaq, NYSE Arca und weitere führende US-Börsen und Liquiditätsnetzwerke.

Der Aktienhandel bei Gate unterscheidet sich grundlegend von tokenisierten Aktien oder RWA-basierten Produkten anderer Plattformen: Die Nutzer erwerben echte Basiswerte, die synchron mit Nasdaq und NYSE gehandelt werden, und halten tatsächliche Eigentumszertifikate – keine Derivate oder On-Chain-Abbildungen. Die Verwahrung der Aktien erfolgt durch Alpaca, einen regulierten Broker-Dealer mit US-Lizenz und Abwicklungsberechtigung. Der Partner-Broker ist zudem Mitglied der Securities Investor Protection Corporation und bietet unter bestimmten Bedingungen Anlegerschutz. Die Abwicklung erfolgt über ein unabhängiges Kontensystem mit separater Verwaltung der Mittel; Aktienvermögen sind nicht von Zwangsliquidationen durch Kontraktauflösungen oder Spotverluste betroffen. Im Hinblick auf die Haltekosten fallen bei Gate-Spot-Aktien weder Finanzierungsgebühren für Perpetual Contracts noch CFD-Swaps oder Übernachtgebühren an – es entstehen also keine Haltekosten.

Die Bedienung ist einfach: ① Die Gate-App auf die neueste Version aktualisieren (iOS-Nutzer auf Version 8.21.5); ② in den TradFi-Aktienbereich wechseln; ③ USDT transferieren und anschließend COHR sowie andere Aktien einsehen und handeln.

Wichtig zu wissen: Gate-Aktien und tokenisierte Aktien auf der Plattform bieten komplementäre Zugangspfade zu Vermögenswerten: Tokenisierte Aktien ermöglichen 24/7-Handel und eignen sich für flexible, kurzfristige Engagements; Spot-Aktien bieten regulierte Verwahrung und langfristige Allokation. Beide Optionen lassen sich nahtlos im selben Kontorahmen nutzen.

Fazit

Aus technologischer Sicht ist die Transformation der KI-Rechenzentren hin zu optischen Interconnects keine kurzfristige Modeerscheinung, sondern ein langfristiger Trend, der von Industrie und Kapital gleichermaßen bestätigt wird. NVIDIAs 6,5-Milliarden-Dollar-Wette auf photonische Technologien in nur drei Monaten und Coherents doppelte Validierung durch seine Schlüsselrolle bei Hochgeschwindigkeits-Transceivern und CPO unterstreichen das anhaltende Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sowie die robusten Markterwartungen – von 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 73 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 – und bieten der gesamten Lieferkette klare langfristige Wachstumsperspektiven.

Für Investoren, die auf KI-Infrastruktur setzen, hilft das Verständnis der industriellen Logik hinter dem Wandel „von elektrisch zu optisch", um ein zukunftsorientiertes Investment-Framework im Kontext des langfristigen Wachstums der KI-Rechenleistung zu entwickeln. Mit den komfortablen Aktienhandels-Tools von Gate wird die direkte Allokation von USDT aus dem Krypto-Konto in COHR und andere zentrale KI-Photonikwerte zur praktischen Option. Dieses Produktmodell spiegelt zudem einen übergeordneten Trend des Jahres 2026 wider – die systematische Auflösung der Grenzen zwischen Krypto-Assets und traditionellen Finanzmärkten.

The content herein does not constitute any offer, solicitation, or recommendation. You should always seek independent professional advice before making any investment decisions. Please note that Gate may restrict or prohibit the use of all or a portion of the Services from Restricted Locations. For more information, please read the User Agreement

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